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Wenn wir an Babylon denken, dann wissen wir, dass der Herr dort die Sprachen verwirrt hat, sodass die Menschen nicht zusammenbleiben konnten und sich überall auf der Welt Völker bildeten. Diese Tatbestand scheint sich mehr und mehr aufzuheben, durch Sprachen, die zu Weltsprachen werden. Wenn es einmal nur mehr eine Weltsprache gibt und diese dominiert, das Englische ist ja bereits auf bestem Weg dahin, dann spricht wieder alles einerlei Sprache bis auf wenige Außenseiter und die Dimension einer möglichen Weltregierung ist wieder offen, der Turmbau kann aufs Neue beginnen. Deshalb finden wir auch in der Johannesoffenbarung ein Gericht über Babylon. Wo Babylon sich dann genau befindet, ist eigentlich eine nicht so interessant, als die Antwort auf die Frage, wie Babylon denn wieder entstehen kann: eine starke dominante Metropole, die der Welt eine einheitliche Kultur verpasst, auf der Basis einer einheitlichen Weltsprache.

Weiterlesen: Warum die Welt nicht genesen kann.

Wendezeit

Eine Sache,über die ich in letzter Zeit immer wieder nachdenke ist, dass fast jede Religion und jede Ideologie eine Eschatologie hat. Denn das ist ja nichts anderes als der Glaube daran, dass es mit der Menschheit insgesamt ein glückliches Ende nehmen wird. Erlösung erwarten wir zwar vor allem eher persönlich, aber das ist eine andere Sache. Erlösung erwarten wir vom Tod (oder von der Entrückung), aber darüber hinaus fühlen wir uns auch gedrungen, für die Existenz dieser Welt, in der unsere Nachkommen leben werden, etwa zu hoffen und wenn möglich auch zu tun.

Ob es das kommunistische Arbeiterparadies ist, oder eine scientistische Weiterentwicklung des Menschen zum Supermensch, der mit intelligenter Wissenschaft und Forschung alle Probleme doch noch zu lösen imstande ist — es geht immer darum, dass die Welt wie sie ist nicht fertig ist, es muss noch etwas Großes geschehen, um ein verloren geglaubtes Paradies wieder herzustellen.
 

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Das Tausendjährige Reich — frühkirchliche Kontroversen

ist der Titel des heuer erschienenen Buches von Dr. Martin Erdmann, übersetzt aus dem englischen, in welcher Sprache es bereits seit 2005 auf dem Markt ist. Ich habe das Buch gelesen und war beeindruckt. Martin Erdmann ist es darin gelungen, den Nachweis zu erbringen, dass es in der ersten zwei Jahrhunderten im Christentum einen fast geschlossen einheitlichen Millenniumsglauben gab und dass dieser sich erst allmählich, aber dann ziemlich vollständig aufzulösen begann.

Weiterlesen: Rezension

Was ist das mit der Ehre? Ganz klar: »Ehre Vater und Mutter«; »Ehre wem Ehre gebührt«; »gebt Gott die Ehre«… Der Begriff ist überwiegend positiv besetzt. Doch irgendetwas im Menschen macht ihn immer wieder auch einmal zur Chimäre. Dann wird sein Ehrgefühl tatsächlich dem eines Ungeheuers aus der griechischen Mythologie ähnlich, das Angst und Schrecken verbreitet obwohl es das Wesen gar nicht gibt. Diese falsche Art der Ehre ist ebenso vielgestaltig wie die antiken Vorbilder. Chimären sind Mischwesen die mehrere Tiere in sich vereinen.

Kopfschüttelnd stehen wir vor dem für uns unfassbaren Verbrechen eines Ehrenmordes und verurteilen diesen Akt. In unseren Augen hat nicht die Tochter die eine in ihrer Familie unübliche Beziehung eingeht die Ehre der Familie verletzt, sondern eher der Vater, oder der Bruder, der diese vermeintliche Schandtat meinte rächen zu müssen. Dabei hat diese Familie doch nur ihre Ehre wieder herstellen wollen, in einer nach der Sitte des Herkunftslandes üblichen Weise. Auch wenn in der alten Heimat diese Tat ebenso verurteilt und geahndet wird wie bei uns und Richter allenfalls Milde, aber nicht Gnade vor Recht walten lassen, so gilt sie doch in der Gesellschaft aus der diese Menschen stammen nicht wirklich als verwerflich. Konservative Geister sehen in der Duldung der Strafe durch den Täter sogar einen heroischen Akt, eben die Ehre der Familie wieder herzustellen und würden das Wort Mord wohl kaum in den Mund nehmen.

Weiterlesen: Die Chimäre mit der Ehre

Das umkämpfte Wort

Seminar mit Wolfgang Binder in der Mennonitischen Freikirche Linz, im Haidland 3

Erneut steht heute die Bibel auf dem Prüfstand liberaler Theologen. Zwar tritt die plumpe Entmythologisierung der historisch kritischen Methode in der Postmoderne in den Hintergrund, aber nichts desto trotz, wird das Inspirationsverständnis der Heiligen Schrift mehr und mehr aufgeweicht, bzw. einer beliebigen Interpretation preisgegeben, um den zweifelhaften ethischen Ansprüchen eben dieser Postmodernen gerecht zu werden. Ein sogenanntes Progressives Christentum schickt sich an, die Welt zu transformieren. Dazu gehören auch neue Lesarten der Heiligen Schrift um dem autonomen Anspruch des transhumanistischen Menschheitsideals gerecht zu werden.

Dem zu begegnen ist ein neues Gebot der Stunde und man kann das nicht besser, als indem man den ewigen Anspruch des Wortes Gottes hervorhebt. Dieser lässt sich weder schwer nachweisen, noch ist er von irrationalen mystischen Erlebnissen abhängig. Die Geschichte der Bibel spricht für sich und sie zu erkennen und zu verstehen, führt uns in eine natürliche unverkrampfte Hermeneutik, die das Schwert des Geistes zweischneidig scharf sein Werk ausrichten lässt, zu unserem und der Welt Heil.

 

Ein überaus wichtiges Seminar und wer sich noch nie so genau mit der Bibel und ihrer Entstehung auseinandergesetzt hat, der sollte das sehr schnell nachholen. Unser Bibelverständnis wird darüber entscheiden, wie verführbar wir sein werden an dem nicht mehr fernen Tag der weltweiten Versuchung.

PDF Download der Seminareinladung:
(Keine Seminargebühr, freiwillige Spende, jeder ist herzlich Willkommen)
Seminar mit Wolfgang Binder

Mir ist bewusst geworden, dass es tatsächlich nicht so leicht ist, an ein Millennium zu glauben und die Versuchung das Tausendjährige Reich aus der Offenbarung 20 geistlich zu deuten für Theologen recht groß ist. Vom Anfang an passte dieses Reich nämlich in kaum ein theologisches System. Diese Reich, in dem sich all jene alttestamentliche Weissagungen erfüllen sollen, die bisher noch nicht erfüllt worden sind, ist doch ein recht sperriges Ding. Wozu, lautet die Frage, sollte es denn gut sein? Warum sollte es, nachdem Christus wieder gekommen ist, noch einmal eine Zeitspanne von 1000 Jahren geben, in der er sichtbar auf einer Erde regiert, die zwar nicht mehr unter satanischem Einfluss steht, aber in der es dennoch Sünde und Tod gibt? Warum, so fragt man sich, sollte nicht gleich das neue Jerusalem vom Himmel herab kommen, in dem es kein Leid und keine Tränen mehr gibt und der Tod nicht mehr gefunden wird. Der Bräutigam hat doch seine Braut schon, was also ist der Sinn dieses Intermezzos?

Weiterlesen: Zum Thema Millennium

Es ist für deutsche Christen heute offensichtlich nicht so leicht Stellung zu beziehen. Die Polarisierung geht nicht nur quer durch die Gesellschaft, sondern offensichtlich auch durch die Gemeinden.

Wenn ich als Österreicher die Situation in Deutschland richtig einschätze, dann ergibt sich mir folgendes Bild. Die Politik und die kulturelle Gesellschaft ist bemüht, in ihrem Kampf gegen den Terrorismus, der zur Zeit vor allem von den radikalen Moslems ausgeht, die liberalen Moslems als Verbündete zu gewinnen. Das erscheint mir nicht nur legitim, sondern auch ein gangbarer Weg. Denn es ist doch so, dass so wie bei uns im liberalen Christentum kaum jemand eine Ahnung hat, was das Christentum in seinem Kern wirklich ist und lehrt, so auch im Islam, der Liberalismus wohl die meisten Moslems neutralisiert hat und diese Moslems keinesfalls einen Dschihad befürworten.

Weiterlesen: Warum wir keine Islamisierung zu befürchten haben!

Zu YouTube Playlist: Die Vollendung der Menschheit

Ist die Welt, mit ihren Bewohnern, den Völkern dieser alten Erde, nur ein Lieferant für gerettete Seelen in der Ewigkeit, die nach Gebrauch weggeworfen wird, wie ein kaputtes Werkzeug? Oder hat Gott außer der individuellen Erlösung auch für die gesamte Menschheit in ihrer irdischen Existenz noch ein Ziel? Diese Frage hat heute größere Aktualität als je zuvor in der Geschichte. Denn die Globalisierung hat ein geistliches Klima der Erwartung geschaffen, die Probleme dieser Welt, die eigentlich unlösbar erscheinen, in einem einzigen Aufbruch zu einer neuen Weltordnung, doch noch zu lösen. Mit neuen Konzepten und Initiativen soll ein universelles Christentum seinen Beitrag leisten, wenn es nach dem Willen vieler maßgeblichen und einflussreichen Theologen unserer Zeit geht. Aber was sagt die Bibel eigentlich darüber? Wird der Mensch seine Probleme mit Hilfe eines geeinten Christentums oder gar einer einheitlichen Weltreligion, ein Millenium errichten? Oder bedarf es dafür eines großen Eingriffes Gottes auf Erden, größer noch als wir das im Kommen Jesu Christi vor zweitausend Jahren historisch wahrgenommen haben? Es scheint tatsächlich, dass das notwendig ist. Aber wie sollen das geschehen? Gibt uns die Bibel darauf eine Antwort?

Weiterlesen: Neue Predigtserie: »Die Vollendung der Menschheit«

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