7 Die Darstellung der Nationen

 

Was sah nun Daniel in seinen verschiedenen Visionen? In der folgenden Tabelle sollen sie miteinander verglichen werden:

In dieser Übersicht ist zu erkennen, dass sich der Großteil der Visionen in der Zeit vor Christus erfüllt hat, aber einiges eben nicht, vor allem nicht das Endgericht, die Auferstehung und die Herrschaft des Menschensohnes (7:9-14). Dies sollte aber unmittelbar an die Ereignisse anschließen. Es scheint also eine Unterbrechung gegeben zu haben, nicht nur indem Israel erneut in die Zerstreuung musste, sondern auch indem die Nationen keine solch dominanten Herrschaftsgebilde mehr hervorbrachten, die mit einer Fortsetzung des römischen Reiches in Verbindung gebracht werden könnten, an Versuchen hätte es nicht gemangelt. Es ist eben die Zeit der Gemeinde und vieles was Daniel verborgen blieb ist uns bekannt geworden, aber noch nicht alles. Wir wissen auch, das diese Zeit zu Ende geht und dann die Geschichte der Auseinandersetzung zwischen Israel und den Nationen exakt dort wieder weiter geht, wo sie aufgehört hat. Das heißt, dass die politische Konstellation vor der Wiederkunft Jesu und nach der Sammlung Israels zumindest sehr stark der zur Zeit Jesu ähneln wird. Es wird eine große Macht geben und einen Kaiser, den Antichristen. Und irgendwie muss es auch einen Tempel geben, wenn das Greuelbild der Verwüstung wieder in ihm aufgerichtet werden soll. Aber, wie gesagt, es ist noch verhüllt.

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