Kapitel 4

(4:1) Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Komm hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muß!

Mit großer Deutlichkeit wird hier vermittelt, dass nun ein neuer Abschnitt der Johannäischen Vision beginnt. Wurde in 1:19 schon auf diese Teilung hingewiesen, als gesagt wurde Johannes soll niederschreiben, was war, was ist und was sein wird danach, so beginnt nun das DANACH.

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(4:2) Und sogleich war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß Einer.

Der Aufforderung in den Himmel zu steigen kommt Johannes nach, allerdings, wie er betont, im Geist, sodass wir nicht von einer Himmelfahrt sprechen können.

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(4:3) Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis- und einem Sardisstein gleich; und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd. 

Das Aussehen dessen der auf dem Thron saß, glich zwei Edelsteinen. Dabei ist das Wörtchen »gleichen« wichtig, denn es ist nicht an eine Statue aus den genannten Steinen zu denken, sondern an eine lebendige Person.

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(4:4) Und rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen sah ich 24 Älteste sitzen, die mit weißen Kleidern bekleidet waren und auf ihren Häuptern goldene Kronen hatten.

Rings um den einen Thron stehen noch 24 weitere, die von 24 Älteste besetzt sind, mit weißen Kleidern und goldenen Kronen. Die Frage wer diese Ältesten sind, lässt sich wieder nur auf eine assoziative Weise beantworten,

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(4:5) Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind.

Hat uns V4 die Ratsversammlung gezeigt, so werden nun die Instrumente des Vollzugs des göttlichen Ratschlusses sichtbar. Es sind Gerichtszeichen Gottes.

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(4:6) Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer, gleich Kristall; und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten.

Das gläserne Meer, was kann es inmitten der Ratsversammlung und der bereitstehenden Feuerfackeln des Geistes anderes sein, als ein Symbol der Völkergeschichte.

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(4:7) Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier, das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler.

Das diese Lebewesen die Gesichter eines Löwen, Stieres, Adler und Menschen tragen, zeigt ihre Zuständigkeit, die Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes gegen die sündige unheilige, dem Tod verfallene Kreatur abzuschirmen.

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(4:8) Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel; ringsherum und inwendig waren sie voller Augen, und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!

Nun sieht Johannes die Cherubim etwas anders als Hesekiel sie gesehen hat, bedenken wir aber, dass Hesekiel die Cherubime von unten betrachtet sich zwischen Himmel und Erde befindend, während Johannes hinaufgestiegen ist und die Szene im Himmel betrachten darf.

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(4:9-10) Und jedesmal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen:

Allgegenwart und Allwissenheit sind eigentlich göttliche Attribute, die den Cherubim verliehen worden sind, doch sie beugen sich vor dem der auf dem Thron sitzt und geben ihm die Ehre, denn nur der auf dem Thron sitzt, ist Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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(4:11) Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!

Was aber ist das Zentrum der Anbetung Gottes, sozusagen das zentrale Thema um das sich alles dreht? Es ist die Tatsache, das Gott ein Schöpfergott ist und ohne ihn nichts wäre.

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